Ergebnisse unserer sechsmonatigen Studie zur GNSS-Störung in der Ostseeregion
Wir freuen uns, die Ergebnisse der jüngsten sechsmonatigen Studie vorzustellen, die in Zusammenarbeit mit GPSPatron und der Gdynia Maritime University durchgeführt wurde. Der Fokus lag auf GNSS-Störungen in der Ostseeregion. Diese Forschung liefert die erste umfassende Analyse von GNSS-Störungen auf Bodenebene in diesem Gebiet und offenbart erhebliche Diskrepanzen im Vergleich zu Daten aus ADS-B-Analysen. Unsere Studie betont die Notwendigkeit einer spezialisierten terrestrischen Überwachung, um diese Bedrohungen genau zu bewerten und zu entschärfen.
Wichtige Erkenntnisse:
Anhaltende GNSS-Störungen:Es wurden über 84 Stunden an Interferenzen aufgezeichnet, was auf kontinuierliche Störungen in der Region hinweist.
Höhepunkt der Aktivität im Oktober:Im Oktober traten sechs größere Störereignisse mit einer Gesamtdauer von 29 Stunden auf, was auf eine Zunahme sowohl der Häufigkeit als auch der Intensität hinweist.
Verdächtige maritime Quellen:Signalanalysen deuten auf mobile Quellen hin, wahrscheinlich fortschrittliche Störtechnologien, die von einem oder mehreren Schiffen eingesetzt werden.
Hochentwickelte Störsignaturen: Die detektierten Signale weisen komplexe Modulationen und Frequenzagilität auf, was auf hochentwickelte Ausrüstung, möglicherweise militärischen Ursprungs, hindeutet.
Einschränkungen der Erkennung:Trotz erheblicher GNSS-Störungen auf Bodenebene wurden in ADS-B-basierten Überwachungssystemen keine entsprechenden Ereignisse registriert, was ihre Begrenzungen bei der Erfassung terrestrischer Bedrohungen unterstreicht.
Lang andauernde Störungen:Einige Interferenzen hielten über sieben Stunden an und hatten erhebliche Auswirkungen auf die GNSS-gestützte maritime Navigation und Hafenoperationen.
Wir sind überzeugt, dass dieser umfassende Bericht für Ihre Arbeit und Forschung in diesem Bereich von unschätzbarem Wert sein wird und zur Verbesserung der Sicherheit und Effizienz von Navigationssystemen und kritischen Infrastrukturen beiträgt.
Die in diesem Forschungsprojekt verwendete Hardware finden Sie in unserer Rubrik GPS:
Detection and classification of even complex synchronized GNSS spoofing attacks.
GPS spoofing and jamming have become a serious challenge in recent months. The growing number of GNSS interference cases makes it essential to reliably detect GPS spoofing.
Ship and air traffic are significantly exposed to risks from GPS jamming and spoofing. The same applies to critical infrastructure, communication systems, or autonomous systems that require a reliable and accurate time base.
Traditional GPS jamming detection systems merely identify that the signal is unreliable. However, they are often unable to distinguish whether the issue is interference, jamming, or sophisticated spoofing. Simply put, they can detect that something is wrong, but not what exactly is wrong.
Our GPS spoofing detection sensors provide a comprehensive analysis of GNSS signal quality. The onboard processing capability allows them to detect and classify even complex synchronized GNSS spoofing attacks.
The data can be used locally to trigger alerts—via TCP/IP or relays with potential-free contacts. Downstream receivers (e.g., time servers) are automatically disconnected from the RF signal by the RF blocker upon detection of spoofing, preventing manipulation or damage to the infrastructure.
Onboard LUA scripting allows you to create and integrate custom processes.
Our GNSS spoofing detection sensors are available in various configurations:
GP-DIN-L1
The compact and cost-effective DIN rail module.
GP-TGA2
The multiband module in half 19” rack format
TGA2-Rugged-Case
The mobile version for use at changing locations.
TGA2-SteelBox
The weatherproof outdoor box for installations in open areas or pole mounting.
Measurement data can also be transmitted to our GP-Cloud web app for further analysis. The web interface allows live data monitoring and retrospective evaluation of log data. By networking multiple sensors, it is also possible to localize the interference source using TDOA (Time Difference of Arrival).
GP-Cloud
The comprehensive web app for analysis, classification, localization, and alarm management of GNSS spoofing and jamming.
GP Cloud Dashboard With GNSS Jamming And Spoofing 1024 X 581 1
GP Cloud Detect And Investigate Sophisticated GNSS Spoofing Attacks 1024 X 555 1
GP Cloud GNSS Jamming RF Power Spectrum A Spectrogramm 1024 X 555 1
Detektieren und Klassifizieren selbst von aufwendigen Synchronen GNSS-Spoofing Attacken.
GPS Spoofing und Jamming ist in den letzten Monaten zu einer ernstzunehmenden Herausforderung geworden. Die Vielzahl der Fälle von GNSS Interferenzen machen es nötig zuverlässig GPS Spoofing detektieren zu können.
Der Schiffs- und Flugverkehr ist durch GPS Jamming und Spoofing erheblichen Risiken ausgesetzt. Ebenso kritische Infrastrukturen, Kommunikationssysteme oder autarke Systeme welche eine verlässliche und genaue Zeitbasis benötigen.
Klassische GPS Jamming Deketionssysteme erkennen lediglich, dass das Signal nicht zuverlässig ist. Sie können jedoch kaum unterscheiden, ob es sich um Interferenzen, Jamming oder aufwändiges Spoofing handelt. Einfach gesagt, es wird erkannt „dass“ etwas nicht stimmt, aber nicht „was“.
Unsere GPS Spoofing Detektions Sensoren bieten eine umfassende Analyse der GNSS-Signalqualität. Das Onboard Processing auf den Sensoren erlaubt das Detektieren und Klassifizieren selbst von aufwendigen Synchronen GNSS-Spoofing Attacken.
Die Daten können Lokal zur Alarmierung verwendet werden – via TCP-IP oder Relais mit potentialfreien Kontakten. Nachgeschaltete Empfänger (z.B. für Zeitserver) werden beim Erkennen von Spoofing durch den HF-Blocker automatisch von der HF getrennt, um Manipulation oder Schaden der Infrastruktur zu vermeiden.
Onboard LUA Scripting erlaubt das eigene Erstellen und Integrieren von Prozessen.
Unsere GNSS Spoofing Detektions Sensoren gibt es in verschiedenen Ausführungen:
GP-DIN-L1
Das kompakte kostengünstige Modul für die Hutschiene.
GP-TGA2
Das Multiband Modul in Halb-19“ Bauform
TGA2-Rugged-Case
Die mobile Variante für den Einsatz an wechselnden Orten.
TGA2-SteelBox
Die Wetterfeste Outdoor Box für Installationen im Freien oder Mastmontage.
Ebenso können die Messdaten zur weiteren Auswertung in unsere Webapp GP-Cloud übertragen werden. Auf dem Webinterface lassen sich live Daten sehen und Logdaten im Nachhinein auswerten. Durch diese Vernetzung von mehreren Sensoren ist auch eine Lokalisierung der Störquelle mittels TDOA möglich.
GP-Cloud
Die umfassende WebApp zur Analyse, Klassifikation, Lokalisierung und Alarmmanagement von GNSS-Spoofing und Jamming.
GP Cloud Dashboard With GNSS Jamming And Spoofing 1024 X 581 1
GP Cloud Detect And Investigate Sophisticated GNSS Spoofing Attacks 1024 X 555 1
GP Cloud GNSS Jamming RF Power Spectrum A Spectrogramm 1024 X 555 1
Video zum Talk auf der GPN22 über die Gefahren des GPS-Spoofings sowie der Technik und Detektionsmethoden
GPS / GNSS Jamming und Spoofing ist zu einer ernstzunehmenden Gefahr für Verkehr, Navigation und kritische Infrastrukturen geworden. Wir betrachten die damit verbundenen Risiken sowie Hintergründe, Geschichte, Technologien und Abwehrmaßnahmen.
In den letzten Monaten sind die GNSS Jamming und Spoofing Vorfälle weltweit signifikant angestiegen – vor allem, aber nicht nur, rund um die Krisenherde unseres Planeten. Zum Verstehen der Hintergründe werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Spoofings und die Technik hinter GNSS und PNT. Ebenso schauen wir uns anhand echter Beispiele aktuelle Jamming und Spoofing Technologien an. Welche realen Risiken ergeben sich daraus für den Flugverkehr und kritische Infrastrukturen? Wie lässt sich durch technologische und organisatorische Maßnahmen die Resilienz bestehender Systeme erhöhen?
Hier auch der Link zum Runterladen des GPS-Jamming Talks „GPS Spoofing und Jamming – Techniken, Risiken und Detektion“ auf media.ccc.de:
hensec begrüßt EU-Vorschlag zum Schutz vor den Auswirkungen von GNSS-Störungen
Hensec begrüßt EU-Vorschlag zum Schutz vor den Auswirkungen von GNSS-Störungen
Sicherheitsfachmann Kevin Heneka: „Es ist höchste Zeit, dass sich die Politik der andauernden Störungen von GNSS-Signalen annimmt, um die Resilienz Europas insbesondere bei kritischen Infrastrukturen und Services zu stärken.“
GNSS, Global Navigation Satellite Systems, sind globale Satellitennavigationssysteme, die eine präzise Positionsbestimmung und Zeitmessung auf der ganzen Welt ermöglichen. Dazu gehören unter anderem GPS (USA), Galileo (EU), Glonass (Russland) und Beidou (China).
In dem jüngsten Call des Rates der Europäischen Union werden sieben Forderungen erhoben, die sich an die für das Transportwesen zuständigen nationalen Fachminister in den Ländern der EU richten. Dazu gehören das Recht Russlands und Belarus‘ zur Registrierung von Funkressourcen bei der ITU auszusetzen, solange GNSS-Interferenzen festzustellen sind, die Abhängigkeit des Transportwesens von GNSS zu verringern und alternative Systeme einzuführen, die Schulungen für Piloten, Fluglotsen und Flugsicherungspersonal in Bezug auf GNSS-Störungen zu intensivieren, die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Herstellern bei Abwehrmaßnahmen zu fördern, kritische Infrastrukturbetreiber auf die GNSS-Risiken hinzuweisen und branchenspezifische Aktionspläne (Weltraum, Luftfahrt, Seefahrt, Telekommunikation) zur koordinierten Reaktion zu entwickeln.
Die wachsende Bedrohung durch GNSS-Störungen
Satellitennavigationssysteme sind das Rückgrat unserer modernen Gesellschaft. Sie steuern nicht nur Navigationssysteme in Autos und Smartphones, sondern sind auch für kritische Infrastrukturen unerlässlich: von der präzisen Zeitmessung in Finanzmärkten über die Steuerung von Telekommunikationssystemen bis hin zur Navigation in Luft- und Seefahrt. Doch diese fundamentale Abhängigkeit macht GNSS-Signale zu einem Ziel für Störsender, sogenannte „Jammer“ und „Spoofer“, die die Signale blockieren bzw. manipulieren können. „Die EU hat diese wachsende Bedrohung endlich erkannt und beginnt Maßnahmen zu ergreifen, um die Resilienz Europas gegenüber GNSS-Störungen zu erhöhen“, sagt Kevin Heneka.
Insbesondere kritische Infrastrukturen und Services müssten verstärkt geschützt werden, heißt es im Aufruf des Rates der Europäischen Union. Kevin Heneka betont: „hensec verfügt schon heute über die notwendigen Hard- und Softwaresysteme, um genau diese Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen zu erfüllen und die Resilienz von GNSS-Anwendungen zu stärken. Unsere Lösungen sind darauf ausgelegt, Störungen zu erkennen, zu lokalisieren und abzuwehren, sodass unsere Kunden auch in komplexen Störungsumgebungen eine zuverlässige GNSS-Funktionalität sicherstellen können.“
Folgeveranstaltung des cUAV-Symposiums (Counter-Unmanned Aerial Vehicles)
In Deutschland entwickeltes und gefertigtes System zur Drohnendetektion überzeugt bei Live-Demonstration
Karlsruhe, 22. Dezemnber 2025
Das Karlsruher Sicherheitsunternehmen hensec hat seine jüngsten Systeme zur Luftraumüberwachung auf einer Folgeveranstaltung des cUAV-Symposiums (Counter-Unmanned Aerial Vehicles, Detektion und Abwehr unbemannter Fluggeräte) auf dem größten Truppenübungsplatz Europas vorgestellt. Organisator war einer der führenden Innovationshubs des öffentlichen Sektors im Bereich Sicherheits- und Verteidigungsinnovation.
Als einziges Unternehmen konnte hensec eigenen Angaben zufolge ein vollständig in Deutschland entwickeltes und gefertigtes System zur Luftraumüberwachung live demonstrieren, das Drohnen anhand unterschiedlicher Sensorarten zuverlässig erfasst. Die Entwicklung und Produktion in Deutschland gewährleistet eine hohe technologische Souveränität - ein Aspekt, der angesichts der geopolitischen Entwicklungen rapide an Bedeutung gewinnt, wie hensec betont. Bei der Live-Demonstration konnten sich Repräsentanten deutscher und europäischer Sicherheitsinstitutionen von der Funktionstüchtigkeit und Praxistauglichkeit der hensec-Lösung vor Ort überzeugen.
Der von hensec bereitgestellte Sensormix aus Telemetriedatenauswertung, Hochfrequenzanalyse und passivem Radar liefert ein umfassendes Lagebild des Luftraums. Selbst Drohnen, die überhaupt keine Funkwellen aussenden, werden entdeckt. Das hensec-System funktioniert mit einer vollständig passiven Arbeitsweise, ist also funktechnisch komplett unsichtbar. Weil es im Gegensatz zu aktiven Radarsystemen selbst keinerlei Funkwellen aussendet, beeinträchtigt das System auch keine anderen Anwendungen und kann nicht geortet werden. Dies ist insbesondere für zivile Einsatzbereiche wie Flughäfen oder Industrieanlagen ein entscheidender Vorteil bzgl. der Kosten und Betriebssicherheit.
Ein souveräner und bewährter Sensormix
Als Entwickler und Integrator setzt hensec bei seiner eigens entwickelten Sensorfusion auf erprobte Technologien unabhängiger deutscher und europäischer Unternehmen:
HF-Analyse von Aaronia - weltweit an zahlreichen Standorten im professionellen Einsatz.
Airsenso-Module - an vielen Flugplätzen als Standardkomponenten etabliert.
Passiv-Radar von Parasol - durch die Deutsche Flugsicherung zertifiziert zum Schutz von Windparks.
GNSS-Jamming- und Spoofing-Detektion durch GPSPatron - erkennt und lokalisiert Störquellen präzise und in Echtzeit.
Diese Kombination sorgt für höchste Zuverlässigkeit, Interoperabilität und eine vollständig souveräne Lieferkette innerhalb Europas, teilt hensec mit.
Flexible Integrationsmöglichkeiten und neue 3D-Visualisierung
Besondere Aufmerksamkeit zog bei der Live-Demonstration die vielseitige Integrationsfähigkeit des hensec-Systems auf sich. Komponenten anderer Hersteller - einschließlich optischer Sensoren zur visuellen Verifikation - lassen sich nahtlos anbinden. Die von dem Drohnendetektionssystem gelieferten Daten können direkt in etablierte Softwarelösungen für Lagebilder, Leitstellen und Werksschutzsysteme eingebunden werden.
Ebenfalls zeigte das System während der Veranstaltung seine Fähigkeit, Drohnen-Abwehrversuche anderer Aussteller mittels Jamming über die integrierte GNSS-Jamming- und Spoofing-Detektion zuverlässig zu klassifizieren und in Echtzeit auszuwerten.
Als ein weiteres Highlight erwies sich die neue integrierte 3D-Visualisierung. Die dreidimensionale Darstellung ermöglicht es dem Sicherheitspersonal, Bedrohungen unmittelbar und intuitiv zu erfassen.
"Die von hensec entwickelte Kombination aus modernsten passiven Sensoren, europäischer Technologiehoheit und breiter Integrationsfähigkeit macht unser System zur Luftraumüberwachung zu einer der wirkungsvollsten Lösungen, um kritische Infrastrukturen und sensible Bereiche zuverlässig vor Drohnenrisiken zu schützen", erklärt das Karlsruher Unternehmen.
hensec - secure solutions (www.hensec.com) ist auf 360-Grad-Sicherheitslösungen für Industrie, Wirtschaft und Behörden spezialisiert. Gemäß der Erkenntnis "Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied" legt das Unternehmen den Schwerpunkt auf ganzheitliche Sicherheitskonzepte, die physische Sicherheit und Cybersecurity gleichermaßen umfassen. Hierzu setzt hensec auf hochqualifiziertes Fachpersonal und modernste Sicherheitstechnologie. Es gibt kaum eine Facette im Sicherheitsbereich, in dem hensec nicht aktiv ist: Abhörschutz, Drohnenabwehr, Industrie 4.0, Informationssicherheit, Kritische Infrastrukturen, Open Source Intelligence, OT-Security, Perimeterschutz, Social Engineering, Videoüberwachung,... hensec prüft bestehende Sicherheitskonzepte, übernimmt Gefährdungsbeurteilungen, führt Personalqualifizierungsmaßnahmen durch und erarbeitet und implementiert neue Sicherheitslösungen, die der heutigen Gefährdungslage insbesondere auch in Bezug auf hybride Angriffsszenarien Rechnung tragen.
Weitere Informationen:
hensec secure solutions, Web: www.hensec.com, www.luftraumueberwachung.com/de, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., LinkedIn: www.linkedin.com/company/hensec-secure-solutions/
Anänger zur mobilen Drohnendetektion
Anhänger zur mobilen Drohnendetektion (geschlossen)
2D-Liveansicht mit Tracing3D-LiveansichtGNSS-Jamming DetektionErkannter GNSS Jammer
Andauernder hochprofessioneller Angriff auf Satellitennavigation im Ostseeraum nachgewiesen
Sicherheitsexperte: "Baltic Jammer" sollte ein Weckruf für alle KRITIS-Unternehmen sein
Gefährdet sind u.a. Verkehr, Energieversorgung, Telekommunikation, Logistik und Gesundheitswesen
Seit Ende 2023 werden die Navigationsdaten für Schiffe und Flugzeuge über der Ostsee großflächig durch Störsender massiv verfälscht. Die Störungen betreffen ein Gebiet, das sich von Schweden über das Baltikum und Polen bis weit hinein in den Nordosten Deutschlands erstreckt. Über die Hintergründe dieser als "Baltic Jammer" bekannten und für den Schiffs- und Flugverkehr gefährlichen Situation gibt es viele Spekulationen, aber bislang keine belastbaren Erkenntnisse. Jetzt hat die deutsche Sicherheitsfirma hensec gemeinsam mit der GNSS Cybersecurity-Plattform GPSPatron und der Gdynia Maritime University die erste umfassende Analyse vorgelegt, die auf einer sechsmonatigen Studie der Lage in der Ostseeregion basiert. Sie ist öffentlich erhältlich unter:
Das Ergebnis fasst hensec-Inhaber Kevin Heneka wie folgt zusammen: "Wir stehen unter einem absichtlichen, andauernden hochprofessionellen Angriff auf GNSS-Signale, der mit hoher Wahrscheinlichkeit durch militärische Störsender auf Schiffen ausgeführt wird." GNSS steht für "Global Navigation Satellite System" und umfasst GPS (Global Positioning System, USA), Galileo (Europäische Union), GLONASS (Russland) und BeiDou (China). Besonders fatal: Viele Karten, die auf den im Flugverkehr üblichen ADS-B-Daten (Automatic Dependent Surveillance-Broadcast) basieren, mit der Flugzeuge ihre Position automatisch an Bodenstationen und andere Flugzeuge senden, haben die Störungen teilweise nicht einmal angezeigt.
Gefahren durch Jamming und Spoofing werden unterschätzt
Sicherheitsexperte Kevin Heneka erklärt: "Das Bewusstsein für die Gefahren durch Jamming und Spoofing ist in der deutschen Wirtschaft noch wenig ausgeprägt, obwohl beides längst real ist." Jamming bezeichnet die Störung eines Navigationssignals wie beispielsweise GPS, so dass sich kein genauer Standort bestimmen lässt, Spoofing das Aussenden verfälschter Signale, wodurch ein falscher Standort vorgegaukelt wird.
Gefährdet sind nicht etwa nur die Schiff- und Luftfahrt, sondern darüber hinaus zahlreiche kritische Infrastrukturen, betont der Sicherheitsfachmann. Als Beispiel nennt er die Energieversorgung, die Telekommunikation (Mobilfunkmasten und Rechenzentren nutzen GPS für die Zeitsynchronisation), das Gesundheitswesen sowie jegliche autarke Systeme wie Drohnen oder selbstfahrende Fahrzeuge.
Kevin Heneka wird deutlich: "Anhaltende GPS-Manipulationen können den öffentlichen Personenverkehr beeinflussen, Rettungsketten stören oder kritische Kommunikationsnetze unbrauchbar machen. Daher sollten insbesondere KRITIS-Unternehmen Jamming und Spoofing als Sicherheitsrisiken sehr ernst nehmen."
"Baltic Jammer" als Weckruf für die Wirtschaft
Nach eigenen Angaben ist hensec die einzige Sicherheitsfirma im deutschsprachigen Raum, die speziell entwickelte Analysesysteme für eine terrestrische Detektion von Jammern und Spoofern anbietet. Die dazu benötigten Sensoren auf Bodenebene erkennen nicht nur, um welche Art von Störsignal es sich dabei handelt, zum Beispiel Jamming oder Spoofing, sondern können es darüberhinausgehend auch klassifizieren und lokalisieren. Das deutsche Unternehmen arbeitet hierbei eng mit GPSPatron zusammen. "Alle Sensoren und Geräte unserer Jammer- und Spoofer-Detektion kommen aus der Europäischen Union, die Rechenzentren zur Auswertung der Signale stehen alle in Deutschland."
"Der Baltic Jammer sollte ein Weckruf für die Unternehmen sein, Vorsorge vor Jamming- und Spoofing-Angriffen zu treffen", empfiehlt Kevin Heneka. "Leider reagieren viele Firmen erst, wenn etwas passiert. Dabei ist Vorsorge entscheidend", sagt der Experte, der regelmäßig Unternehmen für dieses brisante Thema sensibilisiert.
Der wahrscheinlich kleinste GPS-Jammer-Detektor der Welt auf Basis fortschrittlicher GNSS Analyse.
Der Jammerschreck nano ist eine komplette Neuentwicklung. In der Größe eines USB-Sticks wurde eine komplexe GNSS Analysehardware untergebracht.
LED-Balken
Anzeige von Störungen im GPS-L1 Band durch Signalton, Vibration oder den LED-Balken.
Tragbar
Nur 113 mm lang, lässt sich auch am Körper oder Schlüsselbund tragen.
USB-C
Lässt sich via USB-C auch mit einem Smartphone verbinden um Daten zur weiteren Analyse auszulesen.
Die wichtigsten Features auf einen Blick:
Ultrakompakt
nur 113 x 31 x 15 mm bei einem Gewicht von nur 50 g
2 Operationsmodi
Detektor (10/s) und Logger (1/s)
Ultrakompakt
ideal für den portablen Einsatz am Körper (auch Stealth-Modus)
Einfache 1-Knopf-Bedienung
Einschalten, Stummschalten, Batteriecheck
Weiter Detektionsradius
ca. 200m im freien Feld, ca. 50-70m im Fahrzeug
Anbindung an Smartphone
über USCB-C mit Android App und unserer GP-Webapp
Lange Batterielaufzeit
bis zu 1 Monat im Detektor Mode und bis zu 3 Monate im Logger Mode
verschiedene Alarmierungsoptionen
über Lautsprecher, Vibration oder LED-Balken mit 36 LEDs
Der Jammerschreck nano detektiert zuverlässig Störungen im GPS-L1 Band und signalisiert sie via Ton, Vibration oder durch den LED-Balken. So können beispielsweise KFZ-Jammer im Freien Feld auf ca. 200m und im Auto auf ca. 50-70m detektiert und lokalisiert werden (Beispiel mit USB 5 dBm Low Power Jammer).
Die kompakten Maße machen ihn zum perfekten Begleiter für die Westentasche oder das Armaturenbrett. Der eingebaute Akku lässt sich einfach via USB-C aufladen und ermöglicht einen ununterbrochenen Betrieb von 1 Monat im Detektionsmodus (im Logging Modus sogar bis zu 3 Monate).
Der Jammerschreck nano arbeitet komplett autark.
Zur weiteren Analyse lässt er sich via USB-C auch mit einem Smartphone verbinden und liefert exakte Daten zu Power und SNR. Die nahtlose Integration in unsere WebappLösung ist ebenso vorhanden.
Probably the smallest GPS jammer detector in the world, based on advanced GNSS analysis.
Der Jammerschreck nano ist eine komplette Neuentwicklung. In der Größe eines USB-Sticks wurde eine komplexe GNSS Analysehardware untergebracht.
LED-Balken
Indication of interference in the GPS L1 band via audible signal, vibration, or the LED bar.
Tragbar
Only 113 mm long, it can also be worn on the body or attached to a keychain.
USB-C
Can also be connected to a smartphone via USB-C to retrieve data for further analysis.
The key features at a glance:
Ultra-Compact
Only 113 x 31 x 15 mm and weighs just 50 g
2 Operating Modes
Detector (10 detections/sec) and Logger (1 detection/sec)
Ultra-Compact Design
Ideal for portable use on the body (including stealth mode)
Simple One-Button Operation
Power on, mute, battery check
Wide Detection Range
Approx. 200 m in open areas, approx. 50–70 m in vehicles
Smartphone Connectivity
Via USB-C with Android app and our GP web app
Long Battery Life
Up to 1 month in detector mode and up to 3 months in logger mode
Multiple Alert Options
Via speaker, vibration, or LED bar with 36 LEDs
The Jammerschreck nano reliably detects interference in the GPS L1 band and alerts via sound, vibration, or the LED bar. For example, car jammers can be detected and located at a distance of around 200 meters in open areas and about 50–70 meters inside a vehicle (example with USB 5 dBm low-power jammer).
Its compact size makes it the perfect companion for your pocket or car dashboard. The built-in battery can be easily recharged via USB-C and enables uninterrupted operation for 1 month in detection mode (up to 3 months in logging mode).
The Jammerschreck nano operates completely autonomously.
For further analysis, it can be connected to a smartphone via USB-C and provides precise data on power and SNR. Seamless integration into our web app solution is also available.
Neue Studie zeigt: GNSS-Störungen in der südlichen Ostsee deutlich komplexer und stärker als bisher angenommen
Eine neue Untersuchung knüpft an unseren früheren Bericht über GNSS-Interferenzen im Ostseeraum mit GPSPatron und der Gdynia Maritime University an – diesmal jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Statt eines festen Sensors an Land wurde der Interferenzdetektor GP-Probe TGE2 direkt an Bord eines Forschungsschiffes installiert. Das Schiff operierte zwischen dem 23. Juni und 14. Oktober 2025 im gesamten südlichen Ostseeraum und näherte sich regelmäßig der Seegrenze zur Region Kaliningrad.
Durch diese mobile Messplattform konnte das reale GNSS-Umfeld erfasst werden, dem Schiffe tatsächlich ausgesetzt sind – inklusive Effekten, die von Land aus nicht sichtbar sind.
Zentrale Ergebnisse
1. Wechsel zu kombinierten Spoofing- und Jamming-Angriffen
Während die frühere Küstenstudie ausschließlich Mehrkonstellations-Jamming zeigte, enthüllt die neue Schiffskampagne ein anderes Bild:
GPS-L1-Spoofing mit künstlichen Satellitensignalen
Gleichzeitiges Jamming von GLONASS, Galileo und BeiDou
Dadurch werden Empfänger gezwungen, nur die gefälschten GPS-Signale zu nutzen – ein technisch effizienter, aber hochwirksamer Eingriff in die Navigation.
2. Bislang höchste gemessene Störintensität
Ende Juni bis Juli traten die stärksten Störungen auf:
GNSS-Verfügbarkeit fiel auf 83,5 %,
über 4 Tage Spoofing wurden registriert.
Der extremste Vorfall: Fast 30 Stunden ununterbrochenes Spoofing vom 1. bis 3. Juli – ein ernstes Risiko für die Schifffahrt.
3. Mehrere Störsender wirken synchron zusammen
Die Daten zeigen klar: Die Interferenzen stammen von vier unterschiedlichen, koordiniert arbeitenden Quellen, darunter ein GPS-Spoofer, zwei Chirp-Jammer und ein breitbandiger analoger Störsender. Unterschiedliche Spektren und Bandbreiten deuten auf räumlich getrennte Anlagen, jedoch mit zentral gesteuerter Aktivierung.
4. Deutlicher Wandel der Technik
Im Vergleich zur früheren Studie:
weniger präzise, dafür leistungsstärkere Chirp-Jammer,
Kombination aus älterer Hochleistungs-HF-Technik und neueren Spoofing-Fähigkeiten.
Die Interferenzlandschaft wird damit technisch heterogener und unberechenbarer.
5. Störungen nehmen auf See stark zu
Messungen zeigen einen klaren räumlichen Trend:
im Hafen von Danzig: schwach,
auf offener See: bis zu 15 dB stärker,
stärkste Werte beim Kurs Richtung Kaliningrad.
Damit sind besonders die Navigationszonen auf See von den Störungen betroffen.
Vollständigen Bericht anfordern
Der komplette Bericht mit Spektrogrammen, Signalanalysen und technischen Details steht zum Download bereit. Zum Download Einfach das E-Mail Formular ausfüllen.
Bei Rückfragen und zu weiteren Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne auch per email zur Verfügung.
Full Report of the GNSS Jamming and Spoofing Analysis in the Baltic Sea
By using this mobile measurement platform, the actual GNSS environment encountered by vessels could be captured — including effects that are not visible from land.
Key findings
Shift to combined spoofing and jamming attacks While the earlier coastal study exclusively showed multi-constellation jamming, the new shipborne campaign reveals a different picture:
GPS-L1 spoofing with artificial satellite signals.
Simultaneous jamming of GLONASS, Galileo and BeiDou. This forces receivers to use only the fake GPS signals — a technically efficient, yet highly effective interference with navigation.
Highest disturbance intensity measured so far At the end of June to July the strongest disturbances occurred:
GNSS availability dropped to 83.5 %.
Over 4 days of spoofing were registered. The most extreme incident: almost 30 hours of continuous spoofing from 1 to 3 July — a serious risk for shipping.
Multiple jamming transmitters working synchronously The data clearly shows: the interferences originate from four different, coordinated sources — including a GPS-spoofer, two chirp-jammers and a broadband analog jammer. Different spectra and bandwidths point to spatially separate installations, yet centrally controlled activation.
Significant change in technology Compared to the earlier study:
fewer but more powerful chirp-jammers.
a combination of older high-power RF technology with newer spoofing capability. The interference landscape is thus becoming technically more heterogeneous and unpredictable.
Disturbances increase significantly at sea Measurements show a clear spatial trend:
In the port of Gdańsk: weak.
On the open sea: up to 15 dB stronger.
Strongest values were observed when heading toward Kaliningrad. This means that navigation zones at sea are particularly affected by the disturbances.
Request the full report
The complete report with spectrograms, signal analyses and technical details is available for download. To download: simply fill out the email form. If you have any questions or need further information on this topic, we are happy to assist via email.
Full Report of the GNSS Jamming and Spoofing Analysis in the Baltic Sea
Lösungsbeschreibung zum Sicherstellen der technischen Sicherheit in Verbindung mit Drohnenshows oder Großveranstaltungen
ANWENDUNGSBEREICH
Drohnenshows
Veranstaltungen
Konzerte
Stadien
GEFÄHRDUNGEN
Beim Einsatz von Drohnen im Veranstaltungsbereich hat die Sicherheit der Besucher höchste Priorität. Ein unkontrolliertes Verhalten einzelner Drohnen oder gar ein Abstürzen ist auf jeden Fall zu vermeiden. Ebenso muss höchste Präzision gewährleistet sein um wirtschaftliche Schäden oder Reputationsschäden zu vermeiden. Deswegen müssen sich Drohnenshow-Anbieter vor dem Start der Drohnen von der Sicherheit des Luftraums und des Funkspektrums überzeugen. Mögliche Folgen und Gefahren sind u.a.
Fremde Drohnen im gesperrten Luftraum (durch Unwissenheit Dritter oder durch absichtliche Sabotageversuche)
Schlechtes / Falsches GPS Signal (durch absichtliches Spoofen oder durch den Einsatz von Jammern)
LÖSUNG:
Mobiles Drohnendetektionssystem kombiniert mit mobilem GNSS Qualitätsmonitoring.
VORTEILE:
Stabil in robusten mobilen Transportkoffern integriert
Lange Akkulaufzeit
Schnell aufbaubar
Monitoring des gesamten Luftraums auf kooperative und unkooperative Drohnen
Monitoring der GNSS Signalqualität aller Konstalleationen (GPS, Galileo, BeiDou, Glonnas)
Einfache Echtzeit Liveansicht als Entscheidungsgrundlage
Mitloggen der Daten zur nachträglichen Analyse oder zur Beweissicherung (auch für Versicherungen)
BEISPIELKONFIGURATION
1 Mobil Case X2
1 Mobil Case TGE2
ANFRAGE:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Over the past few months, GPS spoofing and jamming have become serious challenges. The increasing number of incidents involving GNSS interference makes it essential to detect spoofing attacks with high reliability.
Maritime and aviation sectors are particularly exposed to the risks posed by GPS jamming and spoofing. Likewise, critical infrastructure, communication systems, and autonomous systems that rely on a dependable and accurate time base are also at significant risk.
Traditional GPS jamming detection systems typically only recognize that the signal is unreliable. However, they struggle to differentiate between interference, jamming, and sophisticated spoofing. In simple terms, they detect that something is wrong — but not what is wrong.
Our GPS spoofing detection sensors offer comprehensive analysis of GNSS signal quality. With onboard processing, even advanced synchronized GNSS spoofing attacks can be detected and classified.
The collected data can be used locally for alerts — either via TCP/IP or via relay outputs with potential-free contacts. Downstream receivers (e.g., time servers) are automatically disconnected from the RF signal by an integrated blocker when spoofing is detected, preventing manipulation or damage to the infrastructure.
Built-in LUA scripting allows users to create and integrate their own processes. Measurement data can also be transmitted to our GP-Cloud web application for further analysis. The web interface allows real-time monitoring and retrospective evaluation of logs. By networking multiple sensors, it is also possible to localize the source of interference using TDOA (Time Difference of Arrival).
Available Versions of Our GNSS Spoofing Detection Sensors
Key Features:
GNSS Anomaly Detection – spoofing, jamming, interference, etc.
GNSS Interference Classification
GNSS Quality Monitoring
Data Logging – many parameters such as Doppler, position, accuracy, etc.
API – powerful interface for integration with custom applications
Supported GNSS systems – GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou
Dashboards – sensor maps, diagrams, histograms, user and sensor views
Wide Range of Applications
Protection of Critical Infrastructure: In many semi-autonomous systems, GPS not only provides positioning but also acts as a time reference. Our sensors reliably detect interference or attacks to prevent systems from becoming desynchronized right from the start.
Airport Protection: GNSS signal quality monitoring is essential in air traffic. Early detection allows pilots to be warned of potential threats and take preventive actions.
Drone Shows: Reliable GNSS signals are crucial for drone shows. Our sensors verify signal quality before launch and help identify root causes in case of malfunctions — which may also be highly relevant for insurance assessments.
Available Form Factors
DIN-L1: Compact L1-band sensor for DIN rail mounting. Ideal for space-saving installations or integration into existing systems. Pass-through of existing GNSS signal (external antenna) possible.
TGE-2: Half 19" device for simultaneous 3-channel monitoring. Enables advanced signal analysis and TDOA-based interference source localization.
Outdoor Case: Rugged, weatherproof transport case with integrated evaluation electronics. Designed for mobile use in harsh conditions.
Outdoor Enclosure: Weatherproof unit for wall or pole mounting. Suitable for standalone operation or building sensor networks.